RSO · Prüfinfrastruktur für Websites
RSO Rechtssicher Online Prüfinfrastruktur für Websites

Vertragsunterlagen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 24.05.2026 | Version: rso-agb-2026-05-24-v3 | Gilt für die aktuelle SaaS-Bestellstrecke.

1. Anbieter und Geltungsbereich

Diese Bedingungen gelten für die Nutzung von Rechtssicher Online unter rechtssicher-online.de. Anbieter ist rechtssicher-online.de, Inhaber Sebastian Bauer, Am Kavalleriesand 5, 64295 Darmstadt. Das Angebot kann von Unternehmen, Selbstständigen, Vereinen, öffentlichen Stellen und Verbrauchern genutzt werden. Für Verbraucher gelten zwingende gesetzliche Rechte vorrangig.

Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn Rechtssicher Online ihnen ausdrücklich zustimmt. Individuelle Vereinbarungen, Leistungsbeschreibungen im Checkout und zwingende gesetzliche Rechte gehen diesen AGB vor.

2. Begriffe und Leistungsgegenstand

Rechtssicher Online ist eine technische Prüf- und Reportplattform für Websites. Die Plattform erfasst öffentliche Website-Bereiche, wertet diese anhand versionierter Prüflogik aus und stellt Status, Befunde, Nachweise, Quellenbezüge und Aufgaben zur Nacharbeit bereit.

Der geprüfte Bereich, also der Scope, ergibt sich aus der erreichbaren Website, den freigegebenen Szenarien, dem gebuchten Produkt, dem technischen Stand des Scans und den Angaben des Kunden. Nicht erreichbare, geschützte oder nicht freigegebene Bereiche bleiben außerhalb des automatischen Urteils.

KarlKI bezeichnet den technischen Prüfmechanismus im Hintergrund. Ein Detailbericht ist die freigeschaltete Reportansicht zu einer konkreten Scan-Version. Monitoring bezeichnet wiederkehrende technische Prüfungen derselben Website nach dem gebuchten Produktumfang.

3. Vertragsschluss, Produkte, Preise und Freischaltung

Die kostenlose Ersteinschätzung nutzt dieselbe technische Prüfgrundlage, zeigt aber nur einen reduzierten Ergebnisstatus. Der kostenpflichtige Detailbericht schaltet konkrete Befunde, Nachweise, Quellen und Aufgaben für eine Scan-Version frei. Monitoring-Produkte ermöglichen wiederkehrende technische Prüfungen, Historie und Trends.

Geschäftskunden sehen Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer. Verbraucher sehen vor Abschluss den Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer. Die Freischaltung erfolgt nach erfolgreichem Zahlungsstatus oder nach einer ausdrücklich eingerichteten internen Freigabe.

Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde die Bestellprüfung mit Produkt, Website, Preis, Laufzeit, AGB, Datenschutz, Widerruf und gegebenenfalls Sofortleistungsanforderung bestätigt und der Zahlungs- beziehungsweise Freischaltungsprozess erfolgreich abgeschlossen wird. Bestell- und Annahmedaten werden als Nachweis des Vertragsschlusses gespeichert.

Der Preis wird nach Produkt, Kundentyp, Steuerstatus und Abrechnungsintervall berechnet. Aktuell erfolgt keine personalisierte Preisbildung auf Grundlage automatisierter Entscheidungsfindung. Die digitale Leistung wird im Kundenkonto bereitgestellt; ein einmaliger Detailbericht bezieht sich auf eine konkrete Scan-Version, Monitoring auf wiederkehrende Prüfungen der gebuchten Website.

4. Konto, Domain und Inhaberfreigabe

Für gespeicherte Reports, Detailansicht, Verlauf, Abrechnung und wiederkehrende Prüfungen ist ein Kundenkonto erforderlich. Kunden dürfen nur Domains prüfen lassen, zu deren Prüfung sie berechtigt sind. Geschützte Bereiche wie Login, Checkout, Kundenkonto oder interne Dateien werden nur verarbeitet, wenn der Website-Inhaber dies ausdrücklich freigibt und geeignete Testdaten bereitstellt.

Missbräuchliche Nutzung, automatisierte Massenabfragen, Prüfungen fremder geschützter Bereiche und die Eingabe produktiver Passwörter, produktiver Zahlungsdaten oder unnötiger Geheimnisse sind untersagt.

Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass eingegebene Domains, Unternehmensdaten, Freigaben, Testzugänge und Branchenangaben richtig und aktuell sind. Unberechtigte Scans können gesperrt, gelöscht oder zur weiteren Prüfung zurückgestellt werden.

5. Automatisierte Prüfung und KI-Unterstützung

KarlKI bezeichnet den technischen Prüfmechanismus im Hintergrund. KI kann Befunde erklären, Texte einordnen oder Reportinhalte vorbereiten. Maßgeblich bleibt die im Bericht ausgewiesene Prüflogik mit Regelbezug, Evidenz, Status und Grenze der Aussage.

Automatisierte Ergebnisse können durch technische Fehler, fehlende Daten, nicht erreichbare Seiten, Änderungen an der Website oder unvollständige Kundeneingaben begrenzt sein. Kunden müssen Ergebnisse vor geschäftlichen oder rechtlichen Entscheidungen fachlich prüfen.

Die Plattform darf Befunde priorisieren, zusammenfassen und in Aufgaben übersetzen. Ein bestandener technischer Check bedeutet nur, dass innerhalb des dokumentierten Prüfstands kein entsprechender Befund ausgelöst wurde. Er bedeutet keine pauschale Rechtskonformität der gesamten Website oder des Unternehmens.

6. Keine Rechtsberatung, keine Garantie

Rechtssicher Online ersetzt keine anwaltliche Beratung. Die Plattform liefert automatisierte Prüfbefunde, Hinweise zur Website-Compliance und allgemeine Informationen. Es wird keine individuelle Rechtsberatung, keine anwaltliche Prüfung und keine pauschale Zusage rechtlicher Konformität erbracht.

7. Verbraucher, Widerruf und sofortiger Leistungsbeginn

Verbraucher erhalten vor Abschluss eine Zusammenfassung von Produkt, Gesamtpreis, Laufzeit, Widerruf, Datenschutz und AGB. Einzelheiten stehen in der Widerrufsbelehrung. Wenn der Kunde ausdrücklich verlangt, dass die digitale Leistung sofort beginnt oder bereitgestellt wird, kann das Widerrufsrecht nach den gesetzlichen Voraussetzungen vorzeitig erlöschen.

Gesetzliche Mängelrechte für digitale Produkte und zwingende Verbraucherrechte bleiben unberührt. Soweit Aktualisierungen, technische Fehlerbehebung oder Zugang zum Kundenkonto für die Vertragsdurchführung erforderlich sind, stellt Rechtssicher Online diese im Rahmen des gebuchten Produkts bereit.

8. Laufzeit, Kündigung und Monitoring

Einmalige Detailberichte gelten für die jeweilige Scan-Version. Monitoring-Produkte laufen entsprechend dem gewählten Abrechnungsmodell. Verbraucher können online über die Kündigungsseite kündigen. Geschäftskunden können Kündigungen ebenfalls über Kundenkonto, E-Mail oder Kündigungsseite übermitteln.

Soweit ein Monitoring-Produkt als Abonnement gebucht wird, verlängert es sich nach dem gewählten Abrechnungsintervall, wenn es nicht rechtzeitig gekündigt wird. Die konkret geltende Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsmöglichkeit wird vor Abschluss im Checkout angezeigt.

9. Mitwirkungspflichten

Kunden müssen zutreffende Domains, Rechnungsdaten, Unternehmensangaben, Brancheninformationen und erforderliche Freigaben bereitstellen. Änderungen an Website, Rechtstexten, Produkten, Checkout, Tracking, Drittanbietern oder Unternehmensdaten können neue Prüfungen erforderlich machen.

Der Kunde muss prüfen, ob die im Bericht genannten Hinweise für sein konkretes Unternehmen, seine Branche, seine Kundenbeziehungen und seine internen Prozesse zutreffen. Nicht öffentlich erkennbare Pflichten werden als Klärpunkt, Owner-Frage oder Freigabeaufgabe geführt.

10. Verfügbarkeit, Wartung und externe Dienste

Die Plattform wird mit angemessener Sorgfalt betrieben. Einschränkungen durch Wartung, Updates, externe Dienste, Zahlungsanbieter, KI-Anbieter, Netzprobleme oder Sicherheitsmaßnahmen können nicht ausgeschlossen werden. Eine bestimmte ununterbrochene Verfügbarkeit ist nicht zugesichert.

Rechtssicher Online darf angemessene technische Maßnahmen gegen Missbrauch, Überlastung, Sicherheitsrisiken, unberechtigte Domainprüfungen und ungewöhnliche Nutzungsprofile einsetzen. Dazu gehören Rate-Limits, temporäre Sperren, manuelle Prüfung und Einschränkung einzelner Funktionen.

11. Haftung

Für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit gelten die gesetzlichen Vorschriften. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Für Verbraucher gelten zwingende gesetzliche Haftungsrechte uneingeschränkt. Eine Haftung für ungeprüfte Bereiche, unvollständige Kundendaten oder Entscheidungen ohne fachliche Prüfung ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

12. Datenschutz und Vertraulichkeit

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten stehen in der Datenschutzerklärung. Kunden sollen keine unnötigen Geheimnisse, Passwörter oder produktiven Zahlungsdaten in Scan-Szenarien hinterlegen. Zugangsdaten für freigegebene Tests müssen testfähig und widerrufbar sein.

13. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch keine zwingenden Verbraucherschutzvorschriften entzogen werden. Soweit rechtlich zulässig, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Sollten einzelne Regelungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt.